Hot Spots für Karpfen

12 Dezember 2018 – FishermanHolidays.com

Schuppi vom Cavagnac

„Hot Spot“ in die deutsche Sprache übersetzt, bedeutet „Heiße Stelle“. Gemeint sind, Angelplätze oder ganze Gewässerabschnitte, an denen sich Karpfen vermehrt aufhalten und sich dadurch eher fangen lassen, als an anderen Stellen im Gewässer. Jedes Gewässer verfügt über solche „Hot Spots“, ganz egal ob im Fluss, im Teich oder im riesigen Natursee. Stellen, an denen Karpfen ihre natürliche Nahrung in Hülle und Fülle vorfinden, gehören beispielsweise zu den oben beschriebenen „Hot Spots“. Angelplätze, an denen Karpfen sehr viel Ruhe und Schutz finden, zählen ebenfalls dazu.

Offensichtliche, gut erkennbare Hot Spots

Offensichtliche Hot Spots können durch genaues Beobachten und Erkunden eines Gewässers entdeckt werden. Zum Beispiel gehören Stege, überhängende Bäume sowie Spuntwände im Uferbereich dazu. An solchen Stellen finden Karpfen oft etwas Deckung und Schutz sowie eine große Dichte an natürlicher Nahrung. Zum Beispiel Dreikantmuscheln, die sich an Holz, Metall (Spuntwände) oder Stein vermehrt festsetzen.

Staumauerbereiche sind gerade im Herbst und im Winter wahre Hot Spots. Sie begrenzen in den meisten Fällen den tiefsten Gewässerabschnitt. Das bedeutet, dass sich genau dort, gerade in den kalten Jahreszeiten auch die konstanteste Wassertemperatur befindet. Karpfen suchen solche Plätze genau dann sehr gern auf.

Kleine bis mittelgroße, flache Buchten sind im Frühjahr sehr oft Karpfen-Ballungsgebiete. Grund dafür ist die überdurchschnittlich schnelle Wassererwärmung im Vergleich zum restlichen Gewässer. Durch die rasche Wassererwärmung gibt es genau hier auch die erste Anhäufung von Fischnährtieren. Die Karpfen finden im Frühjahr genau hier ein wahres Schlaraffenland vor.

Bacheinläufe sind sehr oft in heißen Sommermonaten die Hot Spots schlechthin. Durch das fließende Wasser kommt es im Bereich des Einlaufs zu einer Sauerstoffanreicherung des sauerstoffarmen Wassers vom betreffenden See oder Teich. Es ist logisch, dass diese Tatsache allein ausreicht, um Karpfen und andere Fischarten anzuziehen. Diese Einläufe führen in Regenzeiten trübes Wasser mit sich. Dieses wirkt dann ebenfalls wie ein Magnet auf die Fische, da sehr viel natürliche Nahrung aus dem Bach in das Gewässer gespült wird.

Verborgene Hot Spots

Verborgene Hot Spots sind Stellen, die außerhalb des Gewässers nicht erkennbar sind. Sie werden aus diesem Grund seltener gefunden und unterliegen dadurch auch einem geringeren Angeldruck. Ein Gewässer wird nie alle verborgenen Hot Spots preisgeben. Manche lassen sich finden, andere bleiben ewig ein Geheimnis. Die einfachste Methode, verborgene Hot Spots zu finden, ist, mit einem Echolot das Gewässer abzufahren. Plateaus, Rinne, sowie Krautfelder und Totholz sind damit lokalisierbar. Die benannten Bodenstrukturen des Gewässers verfügen meist über ein reichhaltiges, natürliches Nahrungsangebot und kommen dem Schutzfaktor nach. Darum sind sie auch unter Karpfen sehr beliebt.

Manche verborgene Hot Spots sind jedoch nicht mit dem Echolot erkennbar. Zum Beispiel sind es kleine, schlammige Bereiche, welche mit unzähligen Anhäufungen von Schlammröhrwürmern auffahren und das mitten in einem vom Faulschlamm geplagten, monotonen Gewässerboden. Weitere verborgene Spots können kleine Lehm- oder Sandbänke in einem Gewässer sein. Darf kein Boot mit Echolot benutzt werden, müssen eine Spotrute mit einem Tastblei die Arbeit verrichten. Eine Rolle, gefüllt mit einer geflochtenen Schnur, liefert genaue Angaben über die Bodenbeschaffenheit.

Das Tastblei wird ausgeworfen und mit der Rutenspitze unter gespannter Schnur vorsichtig zum Ufer gezogen. Da die geflochtene Schnur keine Dehnung aufweist, bemerkt man in der Rutenspitze sofort, ob der Gewässergrund hart und kiesig oder weich und schlammig ist. Die Übergangsbereiche zwischen weich und hart haben sich in sehr vielen Gewässern als Hot Spot bewiesen. Ein weiteres Phänomen ist, dass in schlammigen Gewässern die wenigen und rar gesäten, harten Stellen, für große Erfolge sorgen. In Gewässern mit sehr kiesigen und damit harten Böden ist es genau anders herum. Dort sind die wenigen schlammigen Bereiche stets ein Erfolgsgarant.

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